Vierzig Jahre Theaterverein 2010

Rückblick auf 40 Jahre Laienspielverein Lohe-Rickelshof. Am 20. Januar 1970 wurde der Laienspielverein gegründet.

Als Gründungsmitglieder trugen sich ein:

Hans Dieter Salto, Elke Salto, Wiebke Jochims, Anita Kröger, Helga Fischer, Ute Ulrich, Ellen Elsen, Karin Haß, Anne- Grete Ulrich, Klaus Sommer, Willi Ulrich, Johannes Prickner, Heino Ulrich, Hermann Börger, Sönke Fischer, Robert Hentschel, Fitz Fischer

 

Der Vorstand setzte sich zusammen aus:

1. Vorsitzende: Klaus Sommer

2. Vorsitzende: Hans Dieter Salto

Schriftführerin: Wiebke Jochims

Kassenwart: Willi Ulrich

1. Beisitzerin: Karin Haß

2. Beisitzerin: Anne-Grete Ulrich

 

Als Mitgliedsbeitrag wurden 50 Pf (6,- DM  = 3,-€   heute 5,-€ jährl.) pro Monat erhoben, für das 1. Familienmitglied  je 25 Pf.

Bgmstr. Robert Hentschel spendete 50,- DM für die Vereinskasse! Die Gemeinde bewilligte 400,- DM als Startkapital. Der erste Theaterabend fand am 15. Mai 1970 in der Turnhalle statt. Es wurden zwei Theaterstücke gespielt: „Dat verdreite Book“ und „VullePangschon mit Familienanschluss“ Der Eintritt betrug 1,- DM, die Unkosten waren gedeckt! Jedoch im Dezember 1970 trat Herr Sommer  als 1. Vors. zurück und Fritz Fischer wurde einstimmig gewählt. Fritz Fischer hatte dieses Amt bis zum 16. Februar 2000 inne, also runde 30 Jahre! In dieser Zeit wurde viel Aufbauarbeit geleistet, und der Verein hatte sehr schnell einen festen, kulturellen Platz in der Gemeinde. Denn jährlich ist ein Einakter, und alle 2 Jahre ein Dreiakter auf die Bühne gebracht worden. Und schon in den „Anfangsjahren“ wurde mit den Theaterstücken übers Land gezogen, so dass der Verein auch in den umliegenden Gemeinden bekannt und gefragt war! Die Vereinsarbeit wurde aber auch erleichtert durch die „Beständigkeit über Jahrzehnte“ verschiedener Mitglieder in ihren tragenden Funktionen.

Sellvertretend für die vielen langjährigen Mitglieder seien hier nur einige genannt:

Helga Fischer –  29 Jahre Regie, 99 mal Soufleuse, Schriftführerin

Anita Kröger –   35 Jahre Regie

Ellen Elsen – 30 Jahre Kassiererin

Inge Brandenburg – 28 Jahre Maske

Fritz Fischer – 30 Jahre 1. Vorsitzender

Ellen Börger – stellvertretend für die vielen aktiven Theaterspieler – sie spielte in 17 verschiedenen Stücken

Und last but not least – Willi Ulrich – 28. Jahre Bühnenmeister und 1. Beisitzer

Willi war ein Mann der ersten Stunde, zu unserem Bedauern ist eraber leider im Jahre 2006 verstorben.                                                    Die ersten „Lesungen“ wie auch „Proben“ wurden zunächst immer zu Hause bei den jeweiligen Theaterspielern durchgeführt. Geprobt wurde aber auch im kalten Kartoffelkeller bei Bremer mit Gasstrahler später im Feuerwehrgerätehaus, Gemeinderaum Schule wie auch im neuen Kirchengemeinderaum. Die eigentlichen Aufführungen fanden dann in der Turnhalle statt! Mit Bühnenaufbau, Gestühl herbeischaffen, Vorhänge spannen! Danach der Rückbau! Eine echte Schlepperei, wobei der Sportbetrieb nicht vergessen werden durfte! Mit dem Bau des Dörpshus hatten wir dann 1976 auch eine feste Bühne mit Stellwänden, Vorhang mit E-Antrieb und Beleuchtung sowie einer Mikroanlage. Diese wurde dann auch mit dem Einakter „Donner und Doria“ eingeweiht! Eine gewaltige Erleichterung für den Bühnenmeister. In 2001 ist dann auch eine Vereinssatzung erstellt worden, um eine generelle Richtlinie für alle Mitglieder zu haben! Ab 2005 wurden nummerierte Platzkarten ausgegeben! Das hat sich bis heute bestens bewährt! Seit 2007 besteht eine Plattdeutsch AG in der Grundschule, die von Freia Paulsen ins Leben gerufen wurde. Zunächst war es nur der plattdeutsche Vorlesewettbewerb, der auch heute absoluten Vorrang hat, aber auch schon diverse Plattdeutsche Sketsche gespielt werden. Das könnten die Theaterspieler von morgen sein! Es sind Kinder im 3. u. 4. Schuljahr, die uns leider nach längsten 2 Jahren wieder verlassen. Somit muss immer wieder von vorne mit dem lesen angefangen werden. Nane Paulsen jedoch, hilft immer mal wieder aus, wenn „Not an Mann“ ist! Das Team besteht aus: Freia Paulsen, Elke Eggert, Margot Timm, Hans Perner und Helmuth Huth. Hans Perner besucht gelegentlich den Kindergarten, um das  Plattdeutsch da schon mal bei den Kleinsten zu Gehör zu bringen. Es muss aber wohl eine Herzensangelegenheit von Frau Ploch sein, denn sie ist die eifrigste Schülerin – wurde mir berichtet!  (neben der Feuerwehr) Einige Mitglieder sind sogar auf sportlichen Geschmack gekommen, und haben 2008 erstmals das Sportabzeichen geschafft. Es sind: Andrea Börger, Birgit Daniel,  Bettina Wessel, Edith Perner, Jörg Daniel, Thies Bibow. Das wurde dann auch gleich mit einem Grillfest bei Edith und Hans Perner gefeiert! Fast alle sind um Wiederholungen bemüht! Mit dem Theaterboden, der 2009 in Angriff genommen wurde, haben wir jetzt einen zentralen Übungsraum mit einer 2. Bühne. Hier ist sehr viel Eigenleistung von verschiedenen Theaterspielern geleistet worden! Die Restarbeiten sind in Planung, um dann unabhängig vom Dörpshusbetrieb Übungsabende und Versammlungen durchzuführen. Zwangsläufig musste jetzt auch Werkzeug zur Hand sein, und so stiftete Kurt Paschen den Werkzeugkoffer und Bruno von der Heyde sorgte für den entsprechenden Inhalt mit Akkubohrmaschine. Mit steigender Mitgliederzahl, heute 136, stieg auch der Bekanntheitsgrad des Theatervereins, und damit die Nachfrage nach weiteren Aufführungen, die wir dann auch gerne erfüllt haben. So sind dann in den vergangenen 40 Theaterjahren 42 Einakter und 18 Dreiakter gespielt worden! Das gesellige Vereinsleben ist in all den zurück liegenden Jahren auch nicht zu kurz gekommen. Es wurden jährlich Halbtages- und  Tagestouren wie auch Mehrtagestouren durchgeführt. Zuerst wurden  Ziele in Schleswig-Holstein und auch in Niedersachsen angefahren. Unvergessen ist 1985 eine Tagestour an die Eider bei Flemhude, bei sintflutartigem Regen, Blitz und donnerndem Gewitter, alle wirklich nass bis auf die Haut, Peter Börger nutzte die Gunst der Stunde mit einem Bad in der Eider! Oder war er nur reingerutscht?? Beim Kaffeetrinken hat dann jeder eine Wasserpfützen hinterlassen, aber zum Abschlussessen im Dörpshus waren alle trocken und gestylt wieder da! Nach der Wende wurde dann auch Ostdeutschland entdeckt, wie 1995 nach Groß Köris,  1997 Seifen im Erzgebirge und  2003 nach Wismar mit IGA. Für 2010 ist Bremerhaven mit Klimahaus ist in Planung!

Stand 6. Februar 2010:  Helmuth Huth 1. Vorsitzender